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Salman Rushdie bei Lit.Cologne: Ein Blick auf sein Überleben nach dem Attentat

Salman Rushdie sprach bei der Lit.Cologne über sein neues Buch, das sich mit dem Tod beschäftigt. Er reflektierte über das Attentat auf ihn und betonte, dass er großes Glück habe, noch zu leben.

Salman Rushdie bei Lit.Cologne: Ein Blick auf sein Überleben nach dem Attentat
Elena Ternovaja via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Im Rahmen der Lit.Cologne trat der international renommierte Schriftsteller Salman Rushdie in Köln auf, um sein neuestes Werk vorzustellen. Die Veranstaltung fand im WDR-Funkhaus statt und war von strengen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. So war es beispielsweise nicht gestattet, Kugelschreiber mit in den Saal zu bringen, und die Besucher wurden beim Eintritt mit Körperscannern überprüft.

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Diese Sicherheitsvorkehrungen sind nachvollziehbar, da Rushdie in der Vergangenheit Ziel eines Mordaufrufs war. Der damalige iranische Führer Ajatollah Ruhollah Chomeini hatte 1989 eine Fatwa gegen ihn erlassen, die aufgrund von Rushdies Buch „Die satanischen Verse“ erlassen wurde. Im Jahr 2022 wurde Rushdie während einer Veranstaltung in New York von einem Angreifer mit einem Messer attackiert, was zu schweren Verletzungen führte, darunter der Verlust eines Auges.

Rushdie reflektiert über sein Überleben

In seinem Erzählband „Die elfte Stunde“ thematisiert Rushdie die Vergänglichkeit und den Tod. Die Geschichten handeln von der letzten Phase des Lebens, wobei eine Erzählung von zwei streitenden Nachbarn handelt, von denen einer durch einen Unfall ums Leben kommt. Der Überlebende stellt sich die Frage, warum er noch lebt.

Moderator Bernhard Robben fragte Rushdie, ob er sich nach dem Attentat ebenfalls diese Frage gestellt habe. Rushdie antwortete, dass er „großes Glück“ gehabt habe, noch am Leben zu sein. Die Schwere seiner Verletzungen habe selbst die Ärzte im Krankenhaus überrascht, die nicht mit seiner Rettung gerechnet hatten. Er betonte, dass die Frage, wie man eine zweite Chance im Leben nutzen möchte, ihn täglich beschäftige.

Humor und Lebensfreude trotz der Umstände

Rushdie zeigte sich während der Veranstaltung humorvoll und schlagfertig. Auf die Frage, als was er wiedergeboren werden möchte, antwortete er ohne Zögern: „Als Ferrari“, was im Publikum für Lachen sorgte. Trotz der Bedrohungen und der jahrelangen Polizeischutzmaßnahmen hat sein Humor nicht gelitten.

Als Robben ihn fragte, wie er sich seinen eigenen Tod wünschen würde, lächelte Rushdie und sagte: „Ich würde bevorzugen, überhaupt nicht zu sterben.“ Diese Antwort verdeutlicht seine positive Einstellung und Lebensfreude, trotz der Herausforderungen, die er in der Vergangenheit erlebt hat.

Bildquelle: Elena Ternovaja via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

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