Ein tödlicher Brand in Köln, der im Oktober 2018 stattfand, hat eine neue Wendung genommen. Die Polizei geht mittlerweile von einem zweiten Verdächtigen aus, der sich noch auf der Flucht befindet. Diese Informationen wurden von der Staatsanwaltschaft und der Polizei Köln am Dienstagmorgen bekannt gegeben.
Der gesuchte Mann wird beschuldigt, als Komplize eines 31-Jährigen gehandelt zu haben, der seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft sitzt. Er soll dem Hauptverdächtigen am Abend des 24. Oktober 2018 in der Nähe des Brandorts in der Straße „An St. Magdalenen“ Brandbeschleuniger und weitere Hilfsmittel übergeben haben.
Details zum Brandfall im Severinsviertel
Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus im Severinsviertel kamen zwei Menschen ums Leben. Es handelte sich um ein Ehepaar, das in der Dachgeschosswohnung seiner Tochter übernachtete. Das Feuer brach im ersten Stock aus und breitete sich schnell auf das gesamte Gebäude aus, was zum Einsturz des Treppenhauses führte.
Die Brandermittler der Kölner Polizei stellten fest, dass die Wohnungstür mit einem Brecheisen aufgehebelt worden war und Brandbeschleuniger verwendet wurde, was auf Brandstiftung hindeutet. In einem ähnlichen Fall, bei dem eine Radio-Moderatorin bei einem Feuer ums Leben kam, wurden ebenfalls ähnliche Methoden angewendet.
Durchbruch durch ZDF-Sendung
Der Fall, der über Jahre hinweg ungelöst blieb, erhielt durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ neue Aufmerksamkeit. Nach der Ausstrahlung im Herbst 2025 meldete sich ein Zuschauer bei der Polizei und belastete den ersten Verdächtigen. Dieser soll in einem Gespräch mit dem Zeugen Details zur Tat preisgegeben haben, was zur Ausstellung eines Haftbefehls wegen zweifachen Mordes führte. Der 31-Jährige bestreitet die Vorwürfe.
Polizei sucht weitere Zeugen
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere werden Personen gesucht, die am Nachmittag des 24. Oktober 2018 im Bereich „An St. Magdalenen / Karthäusergasse“ verdächtige Aktivitäten beobachtet oder einen Benzingeruch wahrgenommen haben. Hinweise können beim Kriminalkommissariat 15 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de abgegeben werden. In einem anderen Vorfall, bei dem ein Ticket-Kontrolleur angegriffen wurde, sind ebenfalls Zeugen gesucht worden.
Ein weiterer Fall, der die Öffentlichkeit schockierte, war die Entführung eines Babys in Dänemark, der ähnliche gesellschaftliche Reaktionen hervorrief.
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