Dreitägiger Streik der SWEG betrifft viele Städte in Baden-Württemberg
Ab Mittwoch wird ein dreitägiger Streik, organisiert von der Gewerkschaft Verdi, in vielen Städten von Baden-Württemberg stattfinden. Die Busbetriebe der SWEG in Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Endingen, Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Dörzbach, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen sind betroffen. Laut der Gewerkschaft wird auf den betroffenen Linien weitgehend kein Busverkehr gewährleistet sein.
Beeinträchtigungen im Schienenverkehr
Der Streik hat auch Auswirkungen auf den Zugverkehr der SWEG Schienenwege GmbH. Auf den Strecken zwischen Bad Krozingen und Münstertal, Achern und Ottenhöfen, Biberach und Oberharmersbach sowie Hechingen und Gammertingen wird voraussichtlich der Zugverkehr ausfallen. Zudem sind weitere Eisenbahnunternehmen, darunter die Schwäbische Alb-Bahn und DB Regio, betroffen, was zu zusätzlichen Einschränkungen auf den Strecken Gammertingen – Engstingen – Schelklingen und Endingen – Gottenheim führt.
Motivationen hinter dem Streik
Über 300 Gewerkschaftsmitglieder beteiligen sich aktiv an den Protesten. Verdi-Verhandlungsführerin Friederike DeCoite wies darauf hin, dass die Warnstreiks nicht dazu gedacht sind, die Verhandlungen zu verschärfen, wie von den Arbeitgebern behauptet. Sie machte deutlich, dass die SWEG die Streiks sofort beenden könnte, falls sie bereit wäre, Gespräche mit der Gewerkschaft zu führen. Die Gewerkschaft fordert einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und sichere Anstellungsverhältnisse für die Beschäftigten.
Wiederholte Arbeitsniederlegungen und Forderungen
Dies ist der dritte Streik innerhalb dieses Monats; zuvor fanden bereits zwei zweitägige Streiks statt, auf die die Arbeitgeber nicht reagiert haben. Mit den aktuellen Warnstreiks möchte die Gewerkschaft Druck auf die SWEG ausüben, um die Verhandlungen voranzutreiben. Die Fahrerinnen und Fahrer fordern unter anderem einen verbesserten Kündigungsschutz, insbesondere im Kontext von Neuausschreibungen. Auch die bevorstehende bundesweite Entgeltrunde zum Eisenbahntarifvertrag wird in den Forderungen berücksichtigt, die die SWEG betreffen.
Stellungnahme der SWEG
Die SWEG kritisierte den Streikaufruf als unverhältnismäßig und verantwortungslos. Konzernleiter Thilo Grabo äußerte, dass die Gewerkschaft unnötige Spannungen in die Verhandlungen einbringe. Obwohl das Unternehmen keine Angaben zu den finanziellen Folgen des Streiks machte, warnte es, dass die Fahrgäste den Nahverkehr als unzuverlässig empfinden könnten, was die Bemühungen um eine Verkehrswende sowie den Klimaschutz gefährden würde.
Quellen: n-tv, tagesschau
Bildquelle: Von Ahmet Düz, Dreiländer- & Oberrheinfotograf – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=153872629
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