Phishing-Betrüger gefasst: Trio erbeutet eine Million Euro
Reutlingen – Nach einer mehrjährigen Fahndung hat die Polizei drei Verdächtige einer Betrügerbande festgenommen, die durch Online-Banking-Betrug Zugangsdaten erlangten und etwa eine Million Euro erbeuteten. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, ein 36-Jähriger, wurde in Frankreich verhaftet und befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
Zusätzlich stehen zwei 42-jährige Männer aus Rheinland-Pfalz unter Verdacht. Ihre Wohnräume wurden durchsucht, jedoch wurden sie nach den Ermittlungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Polizeipräsidium Reutlingen und die Staatsanwaltschaft Hechingen gaben die Ermittlungsergebnisse in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt.
Die Vorgehensweise der Betrüger
Die Betrüger setzten auf eine raffinierte Masche: Sie versendeten Phishing-Mails, um die Zugangsdaten für Online-Banking und Mobilfunkkonten ihrer Opfer zu stehlen. Das erbeutete Geld wurde unbemerkt von den Konten abgebucht und auf gefälschte Krypto-Konten transferiert. Selbst Sicherheitsabfragen konnten die Täter erfolgreich umgehen.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund eine Million Euro. Laut Angaben der Polizei sind in Deutschland zwischen zehn und zwanzig Personen betroffen, darunter auch einige aus dem Zuständigkeitsbereich des Reutlinger Präsidiums, welches die federführende Rolle in den Ermittlungen einnahm. In einem ähnlichen Fall in Dänemark wurde kürzlich ein Mann festgenommen, der verdächtigt wird, ein Baby entführt zu haben.
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