Die Stadt Dresden nimmt Abschied von Jochen Bohl, dem ehemaligen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, der am 29. Juli 2026 im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Sein Tod stellt einen Verlust für die Stadt dar, da er eine bedeutende Persönlichkeit im kirchlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich war und sich als engagierter Begleiter der Landeshauptstadt hervorgetan hat.
Dirk Hilbert, der Oberbürgermeister von Dresden, äußerte seine Trauer über den Verlust von Jochen Bohl, der eine besondere Verbindung zur Stadt hatte. Viele Bürgerinnen und Bürger werden ihn mit der Frauenkirche in Verbindung bringen, die er nach ihrem Wiederaufbau im Oktober 2005 als Landesbischof geweiht hat. Bohl spielte eine zentrale Rolle bei der Prägung dieses bedeutenden Ortes, sowohl als Vorsitzender des Kuratoriums als auch als Ehrenkurator, Prediger und Seelsorger. Sein Engagement ging jedoch weit über die Frauenkirche hinaus und war stets darauf ausgerichtet, Menschen zusammenzubringen.
Jochen Bohl war maßgeblich am Wiederaufbau der Frauenkirche beteiligt, die heute als ein Symbol für Versöhnung, Frieden und Verständigung gilt. In seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Frauenkirche Dresden sowie der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. setzte er sich mit großem persönlichen Einsatz für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Bauwerks ein. Sein Wirken hat dazu beigetragen, die Frauenkirche als geistliches Zentrum und Ort der Begegnung zu festigen.
Annekatrin Klepsch, die Kulturbürgermeisterin und Mitglied des Stiftungsrates der Frauenkirche, würdigte Bohl als engagierten Akteur im Kuratorium der Stiftung und als Verfechter des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie des interreligiösen Dialogs. Sie betonte, dass sein Engagement in den vergangenen Jahrzehnten ihn zu einer wichtigen Stimme in der Zivilgesellschaft Dresdens gemacht hat. Ihre Anteilnahme gilt seinen Angehörigen und allen, die um ihn trauern.
Jochen Bohl war auch in vielen gesellschaftlichen Diskussionen eine respektierte Stimme. Mit seiner Klarheit, Dialogbereitschaft und einem tiefen Werteverständnis setzte er sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft, Frieden und ein respektvolles Miteinander ein. Die Stadt Dresden wird Jochen Bohl ein ehrendes Andenken bewahren, und sein Engagement für die Frauenkirche sowie für die Menschen in Sachsen wird unvergessen bleiben.
Quellen: dresden
Bildquelle: KI generiert