Im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten des Landgerichts Traunstein fand am Freitag der zehnte Verhandlungstag vor der 24. Strafkammer am Landgericht München statt. Im Mittelpunkt stand die Gutachterin Dr. Felicitas Fiedler, die vom Gericht beauftragt wurde. Sie präsentierte ein umfassendes Gutachten, das sich über 60 Seiten erstreckt und die Hauptbelastungszeugin S. betrifft.
Der Angeklagte wird beschuldigt, S. am 21. September 2021 gegen ihren Willen umarmt und ihr einen Kuss auf den Mund gegeben zu haben. Aufgrund dieser Vorwürfe sieht sich der 67-Jährige wegen sexueller Belästigung vor Gericht. In der ersten Instanz wurde er im Juni 2024 zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.
Dr. Fiedler stellte in ihrem Gutachten fest, dass es keine Anzeichen für eine eingeschränkte Wahrnehmung bei S. gibt. Sie wies darauf hin, dass die Zeugin über eine gute Erinnerung verfügt, was für den Verlauf des Verfahrens von Bedeutung sein könnte. In einem ähnlichen Fall wurde berichtet, dass ein Berliner Jugendklub soll Vergewaltigung vertuscht haben, was die Sensibilität solcher Themen unterstreicht.
Quellen: Traunsteiner Tagblatt
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