Der Iran beabsichtigt trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten, an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilzunehmen, wünscht sich jedoch eine Verlegung der Spiele nach Mexiko. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat jedoch klargestellt, dass es keine Änderungen am Spielplan geben wird.
FIFA hält an Spielplan fest
Der Fußball-Weltverband FIFA bekräftigt, dass die Spiele der iranischen Mannschaft nicht nach Mexiko verlegt werden. Infantino äußerte sich während einer Online-Sitzung des FIFA-Rates in Zürich und erklärte: „Die FIFA freut sich darauf, dass alle an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Mannschaften im Geiste des Fairplays und des gegenseitigen Respekts gegeneinander antreten.“ Er fügte hinzu: „Wir haben einen Zeitplan. Bald werden die 48 teilnehmenden Mannschaften bestätigt sein, und wir wollen, dass die Weltmeisterschaft wie geplant stattfindet.“
Iranische Verhandlungen mit der FIFA
In Anbetracht der aktuellen Situation im Nahen Osten hatte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, zuvor erklärt, dass Gespräche mit der FIFA über eine mögliche Austragung der Spiele in Mexiko stattfinden. Claudia Sheinbaum, die Präsidentin Mexikos, zeigte sich offen für diese Idee und antwortete auf die Frage, ob ihr Land einem entsprechenden Antrag zustimmen würde, mit einem klaren „Ja“.
Boykott der USA
„Wir boykottieren die USA, aber nicht die Weltmeisterschaft“, wurde Taj von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zitiert. Er betonte: „Wir bereiten uns auf die Weltmeisterschaft vor.“ Details zu den genauen Auswirkungen eines möglichen Boykotts wurden jedoch nicht konkretisiert.
FIFA und geopolitische Konflikte
Infantino stellte klar, dass die FIFA „keine geopolitischen Konflikte lösen“ könne, betonte jedoch die Absicht, die Kraft des Fußballs und der Weltmeisterschaft zu nutzen, um Brücken zu bauen und den Frieden zu fördern. „Unsere Gedanken sind bei all jenen, die unter den Folgen der anhaltenden Kriege leiden“, sagte er.
WM-Spiele des Iran
Die iranische Nationalmannschaft wird im Sommer in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, gefolgt von einem Spiel in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson, Arizona, reserviert. Ein ähnliches Missverständnis ereignete sich kürzlich, als ein Barca-Fan 580 Kilometer ins falsche Stadion fuhr, was zeigt, wie wichtig die genaue Planung für solche großen Events ist. Ein Blick auf diese kuriose Geschichte verdeutlicht, wie schnell man in der Welt des Fußballs in die Irre geleitet werden kann.
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Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)