Berlin – Ein viel zu frühes Ende nahm das Leben von Carsten Träger, dem Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär im Umweltministerium, der im Alter von 52 Jahren verstorben ist. Die Nachricht über seinen Tod erschütterte die SPD am Abend vor der Wahl in Rheinland-Pfalz und sorgte für große Trauer. Träger hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Töchter, die sich im Teenageralter befinden.
Nach Informationen aus Parteikreisen hatte der 52-Jährige am Samstag einen Skiunfall. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo er schließlich kollabierte und im Klinikum verstarb.
Wie die „Nürnberger Nachrichten“ berichteten, ereignete sich der Vorfall in Tirol, während Träger auf der Piste unterwegs war. Er wurde ins Klinikum Innsbruck eingeliefert.
Trauer um Carsten Träger
Der Oberbürgermeister von Fürth, Thomas Jung (64, SPD), der Träger seit vielen Jahren als Parteifreund kannte, äußerte sich tief betroffen über den Verlust. In einem Gespräch mit den „Fürther Nachrichten“ sagte Jung:
„Das ist absolut tragisch.“
Er würdigte Träger, der vor 25 Jahren sein wissenschaftlicher Mitarbeiter war, mit den Worten:
„Carsten war ein richtig guter Mensch, manchmal fast zu gut für die Politik.“
Jung betonte, dass der Schutz der Umwelt Trägers Leidenschaft und Lebensaufgabe gewesen sei. Auf Instagram fügte er hinzu, dass er über den Tod seines langjährigen Weggefährten „sehr traurig“ sei.
Politische Karriere von Carsten Träger
Carsten Träger wuchs in einem politisch engagierten Elternhaus auf und fand früh seinen eigenen Weg. Er war der Sohn des ehemaligen Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger (†65).
Im Jahr 1995 trat Träger im Alter von 22 Jahren in die SPD ein. Ab 2002 war er Mitglied des Fürther Stadtrats, wurde 2008 wiedergewählt und übernahm die Rolle des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD. 2013 zog er über die Landesliste in den 18. Deutschen Bundestag ein. Obwohl er 2017 zunächst den Wiedereinzug verpasste, rückte er später in den Bundestag nach. Träger war unter anderem Sprecher im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und wurde am 30. Januar 2018 zum umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion gewählt.
Letzte Wahl und Ernennung zum Staatssekretär
Im Jahr 2021 trat Träger erneut in den Bundestag ein und blieb umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte er im Wahlkreis Fürth und als Spitzenkandidat der Bayern-SPD. Mit 17,9 Prozent der Erststimmen unterlag er Tobias Winkler (48, CSU), konnte jedoch über die Landesliste in den 21. Deutschen Bundestag einziehen. Im Mai 2025 wurde Carsten Träger zum Parlamentarischen Staatssekretär bei Bundesumweltminister Carsten Schneider (50, SPD) ernannt.
Auch seine Parteifreunde in Berlin trauern um Träger. Matthias Miersch (57), Fraktionschef der SPD im Bundestag, äußerte sich betroffen:
„Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele, ein leidenschaftlicher Sozialdemokrat und ein warmherziger Mensch. Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist.“
In der Dartszene gibt es ebenfalls Trauer, denn Weltmeister Peter Seidl ist mit 62 Jahren verstorben.
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