Trump zieht Bilanz nach militärischen Angriffen auf Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach elf Tagen militärischer Operationen gegen den Iran eine erste Einschätzung der Situation abgegeben. Bei einem Auftritt in seinem Golfclub in Doral, Florida, erklärte er, die Offensive mit dem Titel „Epische Wut“ verlaufe planmäßig.
Trump betonte, dass man dem ursprünglichen Zeitplan sogar voraus sei. Er äußerte, der Krieg sei „so gut wie beendet“, wies jedoch darauf hin, dass er nicht mit einem vollständigen Ende der Kämpfe in dieser Woche rechne.
Massive Bombardierungen im Iran
In seiner Rede berief sich Trump auf Informationen des US-Militärkommandos US Central Command. Seit Beginn der Angriffe am 28. Februar seien über 5000 Ziele im Iran bombardiert worden.
Die iranische Marine habe erheblich gelitten, so Trump weiter. Insgesamt seien 51 iranische Kriegsschiffe versenkt oder stark beschädigt worden. Zudem sei die Anzahl der iranischen Drohnenstarts seit Beginn der Offensive um etwa 83 Prozent gesunken.
Präventivschlag als Begründung
Trump erklärte, der Anlass für die Offensive sei ein mutmaßliches iranisches Atomprojekt gewesen. US-Geheimdienste hätten Hinweise darauf erhalten, dass Teheran heimlich eine neue Anlage zur Herstellung von Atombrennstoff errichtet habe.
Der Präsident bezeichnete die Angriffe daher als präventiven Militärschlag. Ohne das Eingreifen der USA hätte der Iran, so Trump, in naher Zukunft Verbündete der Vereinigten Staaten angegriffen.
Ökonomische Aspekte der Strategie
Neben militärischen Zielen spielte auch die wirtschaftliche Dimension eine wesentliche Rolle. Trump kündigte an, bestimmte ölbezogene Sanktionen auszusetzen und die US-Marine zum Schutz von Tankern in der strategisch wichtigen Straße von Hormus einzusetzen.
Das Ziel sei es, die internationalen Ölpreise stabil zu halten. Gleichzeitig warnte der Präsident, dass neue Angriffe folgen könnten, falls der Iran den Öltransport in der Region stören sollte. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie Mineralölkonzerne von der Krise profitieren.
Reaktionen der Finanzmärkte
Die Äußerungen des US-Präsidenten hatten sofortige Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Der Aktienindex S&P 500 stieg nach seinen Aussagen um etwa ein Prozent.
Gleichzeitig fiel der Ölpreis deutlich. Nachdem er zuvor über 119 Dollar pro Barrel gestiegen war, sank er wieder unter die Marke von 90 Dollar.
Gespräche mit Putin und Machtwechsel im Iran
Trump bestätigte zudem, dass er die Situation zuvor mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erörtert habe.
Im Iran kam es unterdessen zu einem Machtwechsel: Nach dem Tod des obersten Führers Ali Chamenei übernahm dessen Sohn Modschtaba Chamenei die Nachfolge.
Während der Kämpfe gab es auf beiden Seiten Verluste. In Israel wurden durch iranische Raketen elf Menschen getötet. Auch die USA meldeten einen weiteren Gefallenen: einen 26-jährigen Soldaten aus Kentucky.
Uneinigkeit innerhalb der US-Regierung
Innerhalb der US-Regierung scheinen, laut Trump, unterschiedliche Meinungen zum Krieg zu existieren. Der Präsident räumte ein, dass sein Stellvertreter JD Vance weniger begeistert von der militärischen Offensive sei.
Dennoch sprach Trump bereits von einer möglichen politischen Neuordnung im Iran und bezeichnete die aktuelle Entwicklung als Beginn einer neuen Phase für das Land. In diesem Kontext sind auch die Berichte über die Offensive von Interesse, die aufzeigen, wie kurdische Kämpfer Ziele im Iran angreifen.
Live-Ticker und aktuelle Entwicklungen
Für alle, die an den neuesten Entwicklungen interessiert sind, bietet unser Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker umfassende Informationen.
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