Country Joe McDonald im Alter von 84 Jahren verstorben
Der US-amerikanische Musiker Country Joe McDonald ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Seine Frau Kathy McDonald bestätigte gegenüber Medien, dass der Künstler an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung gestorben ist.
McDonald wird als eine der einflussreichsten Stimmen der amerikanischen Protestbewegung der 1960er Jahre angesehen. Mit seinen politischen Liedern wurde er zu einer zentralen Figur der Gegenkultur dieser Zeit.
Berühmter Auftritt beim Woodstock-Festival
Seinen weltweiten Ruhm erlangte McDonald durch seinen Auftritt beim legendären Woodstock Festival im Jahr 1969. Dort präsentierte er sein bekanntes Protestlied „I-Feel-Like-I’m-Fixin‘-to-Die Rag“. Dieses Lied gilt als eines der markantesten Protestlieder der Ära und kritisiert den Vietnamkrieg.
„Während seines Auftritts band McDonald das Publikum aktiv ein und ließ tausende Zuschauer gemeinsam Parolen gegen den Krieg rufen“, so die Einschätzung von Musikkritikern.
Provokanter Künstler mit Skandalen
Country Joe McDonald war bekannt für seine kompromisslose Haltung und scheute sich nicht, öffentliche Kontroversen zu provozieren. Bei einem seiner Auftritte buchstabierte er provokant ein obszönes Wort, was damals für großen Aufruhr sorgte. In der Folge mieden Teile der US-Unterhaltungsbranche den Musiker. In Massachusetts wurde er wegen des Vorfalls sogar kurzzeitig festgenommen und musste eine Geldstrafe zahlen.
Engagement für Veteranen
Vor seiner Karriere als Protestsänger diente McDonald selbst im Militär und war Mitglied der US-Marine. Später setzte er sich verstärkt für Veteranen ein und unterstützte Projekte für ehemalige Soldaten. Trotz seiner scharfen Kritik am Krieg engagierte er sich immer wieder für Menschen, die im Militär gedient hatten.
McDonald hinterlässt ein bedeutendes Erbe in der Musikgeschichte und wird als eine prägende Figur der Protestbewegung in Erinnerung bleiben.
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