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Drei einfache Anpassungen zur Senkung des Herzinfarktrisikos

Drei kleine Veränderungen im Alltag – mehr Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung – können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um bis zu 60 Prozent senken, wie eine Studie zeigt.

Drei einfache Anpassungen zur Senkung des Herzinfarktrisikos
KI-generiert

Einfluss kleiner Veränderungen auf die Herzgesundheit

Einige Minuten mehr Schlaf, etwas zusätzliche Bewegung und eine gesteigerte Gemüseaufnahme erscheinen auf den ersten Blick unbedeutend. Doch diese kleinen Anpassungen können laut einer aktuellen Studie signifikante positive Effekte auf die Herzgesundheit haben.

Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzversagen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle. Daher ist es von großer Bedeutung, die Herzgesundheit zu fördern, um ein langes und gesundes Leben zu führen.

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie ihr Leben grundlegend ändern müssen, um ihr Herz zu schützen. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass bereits drei kleine Veränderungen im Alltag ausreichen, um bemerkenswerte Effekte zu erzielen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlicht.

Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Für die Untersuchung analysierten Forscher der Universität Sydney Daten von über 50.000 Teilnehmern aus Großbritannien. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 63 Jahren. Über einen Zeitraum von acht Jahren beobachteten die Wissenschaftler die Auswirkungen von Schlaf, Bewegung und Ernährung auf die Herzgesundheit.

Die Forscher betrachteten Schlaf, körperliche Aktivität und Ernährung nicht isoliert, sondern in Kombination. Diese Zusammenstellung bezeichnen sie als „SPAN“ (Sleep, Physical Activity, Nutrition).

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Einfluss auf kardiovaskuläre Ereignisse, zu denen Herzinfarkte, Herzschwäche und Schlaganfälle zählen.

Die drei entscheidenden Faktoren

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass eine Verbesserung in allen drei Bereichen besonders vorteilhaft ist. Personen, die optimal schliefen (etwa acht bis neun Stunden pro Nacht), sich täglich 42 Minuten moderat bis intensiv bewegten und sich häufig, aber nicht immer ausgewogen ernährten, hatten ein um 57 Prozent reduziertes Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit den aktuellen Diskussionen über Blutdruckmittel.

Der Studienautor Nicholas Koemel äußerte in einer Pressemitteilung, dass die Kombination kleiner Veränderungen in wenigen Lebensbereichen einen überraschend großen positiven Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit haben kann.

Definition einer ausgewogenen Ernährung

Die Forscher verwendeten zehn verschiedene Produktgruppen, um die Ernährung der Teilnehmer zu bewerten. Eine sehr ausgewogene Ernährung lag vor, wenn täglich mindestens drei Portionen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte konsumiert wurden, zusätzlich zwei Portionen gesundes Pflanzenöl und Milchprodukte sowie zweimal wöchentlich Fisch. Weißmehlprodukte, verarbeitete Fleischprodukte, rotes Fleisch und zuckerhaltige Getränke sollten vermieden werden.

Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei der Studie um Beobachtungsdaten handelt. Dies bedeutet, dass die Studie Zusammenhänge aufzeigt, jedoch keine direkten Ursachen nachweisen kann.

Messbare Effekte kleiner Veränderungen

Besonders bemerkenswert ist, dass keine drastischen Umstellungen erforderlich sind. Bereits kleine Anpassungen zeigen messbare Effekte. Die Studie ergab, dass

  • 11 Minuten mehr Schlaf pro Nacht,
  • etwa 5 Minuten zusätzliche moderate bis intensive Bewegung pro Tag und
  • eine kleine Portion mehr Gemüse pro Tag

das Risiko für schwere Herzprobleme um etwa 10 Prozent senken können. Diese Ergebnisse sind besonders relevant in Anbetracht der aktuellen Diskussion über Krankenkassen.

Moderate bis intensive Bewegung erklärt

Die meisten Sportarten können in moderater bis intensiver Intensität ausgeübt werden. Auch zügiges Gehen oder Tanzen fallen in diese Kategorie. Eine Faustregel besagt, dass man sich mit moderater Intensität bewegt, wenn man sich während der Aktivität noch unterhalten kann. Ist man so außer Atem, dass dies nicht mehr möglich ist, handelt es sich um eine intensive Tätigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, sich wöchentlich 150 bis 300 Minuten mit mittlerer Intensität zu bewegen.

Koemel bezeichnet dies als „sehr ermutigende Nachricht“, da kleine Veränderungen für die meisten Menschen leichter umzusetzen und nachhaltiger sind als der Versuch, grundlegende Verhaltensweisen zu ändern. Er ermutigt die Menschen, die Bedeutung kleiner Veränderungen im Alltag nicht zu unterschätzen, unabhängig davon, wie unbedeutend sie erscheinen mögen.

Die Wechselwirkungen der Faktoren

Die drei Faktoren beeinflussen sich laut den Studienautoren gegenseitig. Wer schlecht schläft, hat oft mehr Appetit und greift eher zu ungesunden Lebensmitteln. Müdigkeit führt zudem häufig dazu, dass die Energie für Bewegung fehlt.

Umgekehrt gilt: Wer regelmäßig aktiv ist, schläft in der Regel besser. Eine ausgewogene Ernährung liefert die notwendige Energie für den Alltag.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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