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Rückgang der Geburtenrate in der EU erreicht historischen Tiefstand

Die Geburtenrate in der EU ist 2024 auf ein Rekordtief von 1,34 Kindern pro Frau gesunken, was unter der erforderlichen Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 liegt. Experten warnen vor den langfristigen Folgen dieses Rückgangs.

Rückgang der Geburtenrate in der EU erreicht historischen Tiefstand
KI-generiert

Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Geburtenrate in der Europäischen Union auf ein historisches Minimum gesunken ist. Experten identifizieren mehrere Faktoren, die zu diesem Rückgang beitragen, und warnen vor den langfristigen Konsequenzen.

Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat für das Jahr 2024 einen signifikanten Rückgang der Geburtenzahlen festgestellt. Insgesamt wurden etwa 3,55 Millionen Neugeborene registriert, was einem Rückgang von rund 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate, die die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau angibt, fiel auf 1,34 und erreicht damit den niedrigsten Wert seit Beginn der EU-weiten Datenerfassung im Jahr 2001.

Unterschreitung der Bestandserhaltungsgrenze in der EU

Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang häufig von einer „Bestandserhaltungsgrenze“, die die Geburtenrate beschreibt, die erforderlich ist, um eine Bevölkerung langfristig stabil zu halten. Laut den Vereinten Nationen liegt dieser Wert bei etwa 2,1 Kindern pro Frau. Die EU hat diesen Wert bereits seit den 1970er-Jahren deutlich unterschritten, und gegenwärtig liegt kein europäisches Land über dieser Marke.

Regionale Unterschiede in den Geburtenraten

Innerhalb Europas sind die Geburtenraten stark unterschiedlich. In Malta liegt die Rate bei lediglich 1,01 Kindern pro Frau, während Bulgarien mit 1,72 einen vergleichsweise höheren Wert aufweist. Deutschland liegt mit 1,36 leicht über dem EU-Durchschnitt. Auch große Volkswirtschaften zeigen unterschiedliche Ergebnisse: Frankreich hat mit 1,61 die höchste Rate unter den großen Ländern, während Spanien mit 1,10 und Italien mit 1,18 besonders niedrige Werte aufweisen. Die Demografin Eva Beaujouan von der Universität Wien äußert, dass in einigen Ländern, insbesondere in Südeuropa, die Geburtenraten bereits so niedrig sind, dass sie kaum weiter fallen können. Ein Beispiel für die Herausforderungen, die solche Entwicklungen mit sich bringen, ist der Fall eines Vorfalls in Dänemark, der die gesellschaftlichen Spannungen verdeutlicht.

Globale Trends in der Geburtenrate

Der Rückgang der Geburtenraten ist nicht auf Europa beschränkt. Weltweit sind die Geburtenraten im Sinken begriffen. Prognosen deuten darauf hin, dass bis zum Jahr 2100 in mehr als 97 Prozent aller Länder die Geburtenrate unterhalb der Bestandserhaltungsgrenze liegen wird.

Ursachen für den Rückgang der Geburtenzahlen

Fachleute führen mehrere Gründe für den Rückgang an. Der Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln hat das Familienverhalten nachhaltig verändert. Wirtschaftliche Faktoren spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle: Hohe Wohnkosten, unsichere Einkommensverhältnisse und steigende Kosten für die Kindererziehung beeinflussen die Entscheidung für oder gegen Kinder. Beaujouan erklärt, dass wachsende Unsicherheiten, etwa durch Kriege und Inflation, dazu führen, dass werdende Eltern oft das Gefühl haben, mehr als einem Kind nicht die besten Chancen bieten zu können, was viele dazu bringt, ihre Familienplanung hinauszuzögern. Diese wirtschaftlichen Herausforderungen werden auch durch die steigenden Beiträge der Krankenkassen beeinflusst.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen

Die sinkende Geburtenrate stellt Europa vor erhebliche Herausforderungen. Eine alternde Bevölkerung erhöht den Druck auf das Gesundheitssystem und den Arbeitsmarkt. Experten weisen jedoch darauf hin, dass kurzfristige Entwicklungen irreführend sein können. Ereignisse wie wirtschaftliche Krisen oder die Corona-Pandemie können Geburten oft nur zeitlich verschieben. Dennoch bleibt der langfristige Trend klar: In Europa werden immer weniger Kinder geboren.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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