Eine neuere Untersuchung hat ergeben, dass ein oft übersehenes Organ, die Thymusdrüse, möglicherweise entscheidend für die Lebensdauer und den Erfolg von Krebstherapien ist. Zwei Studien des Gesundheitsverbunds Mass General Brigham in den USA stellen die bisherige Annahme in Frage, dass die Thymusdrüse im Erwachsenenalter kaum noch Bedeutung hat.
Die Thymusdrüse, die sich hinter dem Brustbein und oberhalb des Herzens befindet, spielt eine wesentliche Rolle bei der Reifung von Immunzellen, den T-Lymphozyten. Bisher wurde angenommen, dass ihre Funktion hauptsächlich in der Kindheit und Jugend relevant ist, da sie mit dem Alter schrumpft und weniger T-Zellen produziert. Diese Annahme führte dazu, dass die Rolle der Thymusdrüse bei Erwachsenen wenig erforscht wurde.
Die Thymusdrüse erreicht in der Jugend ein Gewicht von etwa 30 Gramm, bevor sie sich zurückbildet und teilweise in Fettgewebe umgewandelt wird. Ab einem Alter von etwa 50 Jahren wiegt sie nur noch etwa 18 Gramm.
Die Studien, die im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht wurden, verwendeten künstliche Intelligenz, um CT-Aufnahmen von über 25.000 Erwachsenen zu analysieren. Ein spezieller Algorithmus bewertete die „Thymusgesundheit“ anhand von Größe und Struktur des Organs. Die Ergebnisse zeigten, dass eine gesunde Thymusdrüse mit einem etwa 50 Prozent niedrigeren Sterberisiko sowie einem 63 Prozent niedrigeren Risiko für lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert war. Zudem war das Risiko für Lungenkrebs um 36 Prozent geringer.
Die Forscher vermuten, dass eine Abnahme der Thymusgesundheit und der Vielfalt der T-Zellen die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, auf neue Bedrohungen wie Krebs zu reagieren. Lebensstilfaktoren wie chronische Entzündungen, Übergewicht und Tabakkonsum scheinen ebenfalls einen Einfluss auf die Thymusgesundheit zu haben, was die Immunresilienz im Laufe des Lebens beeinflussen könnte. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von Lebensstilfaktoren auf die Gesundheit finden Sie in unserem Artikel über die Einnahme von Cetirizin.
In einer weiteren Studie mit über 1.200 Teilnehmern wurde festgestellt, dass Patienten mit einer gesunden Thymusdrüse besser auf Immuntherapien reagierten. Ihr Risiko für ein Fortschreiten der Krebserkrankung war um 37 Prozent niedriger, während das Sterberisiko um 44 Prozent reduziert war. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Thymusdrüse eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Behandlungen spielt, die auf ein starkes Immunsystem angewiesen sind. Auch die Voraussetzungen für die Rente mit 63 können in diesem Kontext von Bedeutung sein, da sie den Lebensstil und die Gesundheit im Alter beeinflussen.
Obwohl die verwendete Methode derzeit noch nicht für den klinischen Alltag geeignet ist, eröffnet sie neue Perspektiven für die medizinische Forschung. Das Team plant weitere Untersuchungen, um herauszufinden, ob andere Faktoren, wie beispielsweise eine unbeabsichtigte Bestrahlung des Thymus bei Lungenkrebs, die Thymusgesundheit beeinträchtigen können. Ein besseres Verständnis der Thymusgesundheit könnte Ärzten in Zukunft helfen, Krankheitsrisiken besser einzuschätzen und gezielte Behandlungsentscheidungen zu treffen. Zudem könnte die steigende Zahl von Rentnern und Teilzeitbeschäftigten die Diskussion über Gesundheitsversorgung und Prävention weiter anheizen.
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Bildquelle: ai-generated-gemini