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Ein Derby ohne Emotionen: Union und Hertha treffen in der U21-Liga aufeinander

Union und Hertha treffen bald in der neuen U21-Liga aufeinander, doch das Derby findet ohne Fans und ohne die gewohnte Atmosphäre statt. Ein Aufeinandertreffen, das die Berliner Fußballseele schmerzt.

Ein Derby ohne Emotionen: Union und Hertha treffen in der U21-Liga aufeinander
Markus Spiske auf Unsplash

Das nächste Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC steht bevor, jedoch unter äußerst ungewöhnlichen Bedingungen in der neuen U21-Liga. Ein Derby, das ohne die gewohnte Atmosphäre und die leidenschaftlichen Fans auskommen muss.

Das letzte Duell zwischen den beiden Berliner Vereinen im Profibereich fand im Januar 2023 statt. Seitdem warten die Anhänger beider Clubs gespannt auf eine Wiederauflage des Hauptstadt-Derbys. Die Vorfreude ist groß, doch die sportlichen Rahmenbedingungen lassen ein echtes Derby-Gefühl vermissen. Besonders nach der Niederlage gegen Bayern steht Union Berlin im Fokus der Kritik.

Ein Derby, das nicht stattfinden kann

Die Fans träumen von einem packenden Spiel im Stadion An der Alten Försterei oder im Olympiastadion, voller Emotionen und leidenschaftlicher Gesänge. Doch diese Vorstellung wird vorerst unerfüllt bleiben. Seit dem Abstieg von Hertha im Jahr 2023 hoffen die Anhänger beider Lager auf ein Wiedersehen auf dem Platz. Die Möglichkeit schien greifbar, als Union in der Bundesliga in Abstiegsgefahr geriet und Hertha im Unterhaus um den Aufstieg kämpfte.

U21-Liga als neue Plattform

Die Deutsche Fußball-Liga hat für die kommende Saison eine neue U21-Liga ins Leben gerufen, an der sowohl Union als auch Hertha teilnehmen möchten. Dieses Format soll der Talentförderung dienen und ist an das englische Modell der Premier League 2 angelehnt.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil: Sollte es zu einem Derby in diesem neuen Liga-Format kommen, wird es ohne Zuschauer und ohne die gewohnte Atmosphäre stattfinden. Die Spiele sollen größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, was die Vorfreude auf das Duell erheblich mindert.

Der Verlust der Derby-Atmosphäre

Die Spiele werden in leeren Stadien oder auf Trainingsplätzen ausgetragen, was dem Derby seinen emotionalen Charakter raubt. Statt leidenschaftlicher Unterstützung wird es nur stille Plätze geben, was das Erlebnis stark beeinträchtigt.

Die sportlichen Rahmenbedingungen sind ebenfalls nicht optimal. Während in den Finalturnieren Zuschauer erlaubt sind, bleibt der Rest der Liga weitgehend isoliert und funktional. Die Klubs sehen in der neuen Liga dennoch eine Chance zur Entwicklung ihrer Talente. Union betont, dass sie ihren Spielern zwischen U17 und U21 zusätzliche Spielzeit auf hohem Niveau bieten möchten. Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber bezeichnet die Liga als „sinnvolle Ergänzung“ für den Übergang in den Profibereich.

Ein schaler Beigeschmack bleibt

Trotz der nachvollziehbaren Argumente bleibt ein fader Nachgeschmack. Ein Derby lebt von der Unterstützung der Fans, von der Rivalität und der elektrisierenden Atmosphäre. Ein Duell ohne Zuschauer wird dem Charakter eines echten Derbys nicht gerecht.

Es könnte also dazu kommen, dass Union und Hertha sich erneut begegnen, jedoch ohne die gebührende Aufmerksamkeit. Ein Hauptstadtduell, das ohne die Hauptstadt stattfindet, macht dieses Aufeinandertreffen besonders traurig. Zudem gibt es auch kuriose Geschichten, wie die eines Barca-Fans, der 580 Kilometer ins falsche Stadion fuhr.

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Bildquelle: Markus Spiske auf Unsplash

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