Im Kontext der Nachwuchsförderung im deutschen Fußball hat der 1. FC Union Berlin mit Linus Güther ein vielversprechendes Talent in seinen Reihen. Der 16-Jährige befindet sich derzeit im Trainingslager in der Steiermark, wo er sich auf die bevorstehende Bundesliga-Saison vorbereitet. Güther, der bereits mit dem Liverpool-Star Florian Wirtz verglichen wird, steht vor einer entscheidenden Phase seiner jungen Karriere.
Sportdirektor Horst Heldt betont, dass der anfängliche „Welpenschutz“ für junge Spieler nicht von Dauer ist.
„Wenn ein junger Spieler in einen Profikader kommt, gibt es erst mal Welpenschutz. Aber der ist irgendwann auch vorbei“,
erklärte Heldt. Er fügte hinzu, dass sowohl der Spieler selbst als auch das Team hohe Erwartungen an Güther haben.
„Irgendwann kommt er in eine Phase, in der er wie jeder andere bewertet wird. Das will er auch, und das ist richtig“,
so Heldt weiter.
Güther hatte bereits in der vergangenen Rückrunde sein Debüt im Pflichtspiel-Kader der Profis gegeben, als er in der 84. Minute gegen Heidenheim eingewechselt wurde. Trotz seines jungen Alters hat er sich schnell in die Mannschaft integriert, was auch auf die Unterstützung seiner Teamkollegen zurückzuführen ist.
„Linus hat einen leichten Zugang bekommen, weil die Mannschaft ihn extrem gut und intensiv aufgenommen hat“,
erklärte Heldt und hob hervor, dass Spieler wie Derrick Köhn und Livan Burcu sich um ihn kümmern.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Güther
In der kommenden Saison wird Güther die Möglichkeit haben, in drei verschiedenen Wettbewerben Spielzeit zu sammeln: bei den Profis, in der U21 und in der U19. Laut Heldt ist es bemerkenswert, dass ein 16-Jähriger in der ersten Mannschaft mittrainiert und eine intensive Vorbereitung durchläuft.
„Er macht das ganz toll. Wichtig ist, dass er sich selbst die Zeit nimmt, das alles richtig einzuordnen“,
so Heldt. Er ermutigte Güther, weiterhin mutig und selbstbewusst aufzutreten.
Dennoch ist sich Heldt bewusst, dass auch talentierte Spieler wie Güther Fehler machen. Er erzählte mit einem Schmunzeln:
„Er ist auch schon mal als 16-Jähriger zu spät zu einer Besprechung gekommen. Zwar nicht allzu spät, da ging es um Sekunden, aber er ist halt zu spät gekommen. Einem Rani Khedira passiert das nicht.“
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Quellen: Bild, Berliner Zeitung, Tagesspiegel
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