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Klassenerhalt und noch lange nicht am Limit: Warum Unions Fußballerinnen plötzlich ihr Potenzial abrufen

Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin sichern sich den Klassenerhalt in der Bundesliga und zeigen in der Rückrunde eine beeindruckende Leistungssteigerung. Mit einem nahezu vollständigen Kader und verbessertem Zusammenspiel sind sie bereit, ihre Ambitionen weiter zu entfalten.

Klassenerhalt und noch lange nicht am Limit: Warum Unions Fußballerinnen plötzlich ihr Potenzial abrufen
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Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin hatten sich für ihre erste Saison in der Bundesliga ehrgeizige, aber realistische Ziele gesetzt. Man wollte sich nicht zu hoch hinauswagen, jedoch auch nicht in Abstiegsgefahr geraten. Nach dem 3:3-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg steht fest, dass dieses Ziel erreicht wurde.

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Mit nur noch vier ausstehenden Spielen ist der Abstieg für die Unionerinnen rechnerisch ausgeschlossen. „Klassenerhalt! Wir spielen auch in der kommenden Saison in der Bundesliga“, lauteten die freudigen Kommentare unter einem Vereinspost auf Instagram am Sonntagabend. Weder Trainerin Ailien Poese noch eine Spielerin thematisierten diesen Erfolg nach dem Spiel, was möglicherweise daran liegt, dass der Klassenerhalt nie als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen wurde.

„Ich bin stolz darauf, wie wir uns entwickelt haben.“

Ailien Poese, Trainerin des 1. FC Union Berlin

In der Hinrunde hatten die Köpenickerinnen Schwierigkeiten, ihre eigenen Ansprüche zu erfüllen und standen nach dreizehn Spielen mit nur zwölf Punkten auf dem elften Platz. In der Rückrunde, insbesondere seit Februar, haben sie jedoch an Stabilität gewonnen und zeigten sowohl offensiv als auch defensiv überzeugende Leistungen. „Ich bin stolz darauf, wie wir uns entwickelt haben in der defensiven Kompaktheit, aber auch in dem, wie wir dann mutig agieren mit Ball“, resümierte Poese nach dem Punktgewinn in Wolfsburg, wo das Team bis zur 78. Minute mit 3:1 führte.

Die Unionerinnen sind nun seit fünf Spielen ungeschlagen.

Die Rückrundentabelle zeigt mit Platz fünf, welches Potenzial im qualitativ gut besetzten Kader des Vereins steckt und was ursprünglich geplant war. „Wir sind immer noch ein Aufsteiger, aber das zählt jetzt nicht mehr. Weniger Verletzungen und sechs Punkte mehr als in der Hinrunde“, erklärte Jennifer Zietz, Geschäftsführerin Profifußball, und deutete damit auf die neue Zielsetzung hin. Nach nur neun Spielen und zuletzt fünf ohne Niederlage hat Union bereits 15 Punkte gesammelt.

Verletzungsproblematik und Kaderstabilität

Die Leistungssteigerung der letzten Wochen lässt sich vor allem auf die verbesserte Situation im Kader zurückführen. Aktuell sind nur noch fünf Spielerinnen, darunter Cara Bösl, Tomke Schneider, Anna Aehling, Mariann Noack und Korina Janez, im 34er-Kader verletzt. In den Wintermonaten war die Situation deutlich kritischer, was dazu führte, dass Nachwuchstalente in den Profikader integriert wurden, um die Belastung besser zu steuern.

Mit der Rückkehr nahezu aller Spielerinnen folgten automatisch Fortschritte. Besonders die Eingespieltheit auf dem Platz hat sich verbessert, insbesondere in der Innenverteidigung zwischen Winterzugang Amber Tysiak und Samantha Steuerwald sowie im zentralen Mittelfeld zwischen Tanja Pawollek und Lia Kamber, die ebenfalls im Winter zum Team stieß. Pawollek fiel von Anfang Oktober bis Anfang Januar verletzungsbedingt aus, doch seit ihrer Rückkehr zeigt sich Union deutlich gefestigter und agiert selbst bei hohem Pressing sicher.

Verbesserte Offensivleistung

Zusätzlich hat sich das Zusammenspiel in der Offensive verbessert. Eileen Campbell, Lisa Heiseler, Sophie Weidauer und Hannah Eurlings harmonieren zunehmend besser. Letztere konnte aufgrund einer Verletzung während der Europameisterschaft im vergangenen Sommer erst Ende Januar ihr Debüt geben und verstärkt die Berliner Offensive spürbar.

Der 1. FC Union Berlin hat somit allmählich den Punkt erreicht, an dem der Verein hin möchte. Wer die letzten Wochen und insbesondere die jüngsten Auftritte gegen Werder Bremen und Wolfsburg verfolgt hat, kann erahnen, welches Potenzial in der zweiten Saison in der Ersten Liga noch nach oben vorhanden ist. Besonders nach der Niederlage gegen Bayern steht Nsoki im Fokus der Kritik.

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