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Mondo Duplantis: Erfolg durch intelligente Rekordstrategien

Armand Duplantis setzt mit seiner beeindruckenden Weltrekord-Taktik neue Maßstäbe im Stabhochsprung. Sein Vermögen wächst dank zahlreicher Rekorde und Sponsorenverträge rasant, während er sich mehr mit sich selbst als mit der Konkurrenz auseinandersetzt.

Mondo Duplantis: Erfolg durch intelligente Rekordstrategien
Frankie Fouganthin via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Armand Duplantis, der herausragende Stabhochspringer, hat sich als unangefochtener Spitzenathlet in seinem Sport etabliert. Doch was macht ihn so überlegen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern? Wie hoch kann er noch springen? Und was steckt hinter seinen zahlreichen Weltrekorden?

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Ein Wettkampf der besonderen Art

Bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun, Polen, erlebten die Zuschauer kürzlich einen spannenden Wettkampf. Duplantis gewann mit einem Vorsprung von 20 Zentimetern, indem er 6,25 Meter übersprang, während der Zweitplatzierte Emmanouil Karalis 6,05 Meter erreichte. Für Duplantis, der in der Regel deutlich höhere Sprünge erzielt, war dies fast schon eine Enttäuschung.

Nur eine Woche zuvor hatte der schwedisch-amerikanische Athlet die Latte auf 6,31 Meter gelegt und damit seinen 15. Weltrekord aufgestellt. Um dies zu verdeutlichen: Es war sein fünfzehnter Rekord.

Finanzielle Anreize für Rekorde

Duplantis verfolgt eine ausgeklügelte Strategie, die ihm ermöglicht, seine Rekorde schrittweise zu verbessern. Für jeden neuen Weltrekord erhält er 100.000 Euro vom Leichtathletik-Weltverband, was den Verdacht aufkommen lässt, dass er seine Sprünge gezielt plant. Laut Schätzungen von Business Insider wird sein Vermögen bis 2025 auf etwa 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Der Wettkampf gegen sich selbst

Duplantis hat sich in den letzten Jahren weniger mit seinen Konkurrenten auseinandergesetzt. Seine letzte Niederlage bei einer Meisterschaft liegt fast sieben Jahre zurück. Stattdessen kämpft er gegen die Gesetze der Schwerkraft und vor allem gegen sich selbst. „Mir fehlen die Worte, das ist unglaublich“, äußerte sich Michael Kühnke, der Bundestrainer des deutschen Stabhochsprung-Teams, im NDR.

In diesem Sport geht es nicht mehr nur darum, wer gewinnt, sondern vielmehr darum, ob der nächste Weltrekord aufgestellt wird.

Die Frage nach der Höhe

Eine zentrale Frage bleibt: Wie hoch kann Duplantis noch springen? Sein Vater Greg hat eine klare Vorstellung:

„Das klingt vielleicht verrückt, aber ich glaube, er kann 6,40 Meter erreichen. Wenn nicht sogar 6,50 Meter!“

Die Zeit spricht eher für Duplantis als gegen ihn. Mit 26 Jahren ist er noch jung für einen Stabhochspringer, der in der Regel seinen Höhepunkt zwischen Ende 20 und Anfang 30 erreicht. Greg Duplantis äußerte bereits vor zwei Jahren, dass sein Sohn nur noch reifer und besser werden wird.

Ein Leben für den Stabhochsprung

Armand Duplantis, Sohn der schwedischen Siebenkämpferin Helena und des amerikanischen Stabhochspringers Greg, wuchs im US-Bundesstaat Louisiana auf, startet jedoch für Schweden, das Heimatland seiner Mutter. Schon früh galt er als Wunderkind, das angeblich im Wohnzimmer mit einem Besenstiel auf das Sofa sprang. Er studierte eifrig Videos seiner Idole, Sergej Bubka und Renaud Lavillenie, und hing deren Poster in seinem Zimmer auf.

Als Junior stellte Duplantis zahlreiche Rekorde auf und übertraf schließlich im Seniorenbereich den Weltrekord von Lavillenie mit 6,16 Metern im Jahr 2020. Damit begann seine Dominanz im Stabhochsprung.

Überlegenheit und Respekt

Seine Überlegenheit ist mittlerweile so groß, dass selbst seine Gegner ehrfurchtsvoll applaudieren. Bei den Olympischen Spielen 2024 sprangen Karalis und der Amerikaner Sam Kendricks jeweils 5,90 Meter, während Duplantis erst bei 5,70 Metern einstieg und mit 6,25 Metern die Goldmedaille gewann.

Ein charismatischer Athlet

Duplantis inszeniert sich auch gekonnt. Mit seinem wehendem Haar und seiner ausdrucksstarken Mimik begeistert er die Zuschauer und bringt frischen Wind in die Leichtathletik, die nach dem Rücktritt von Usain Bolt nach charismatischen Persönlichkeiten sucht.

In seiner Karriere hat Duplantis mehr als 100 Mal die Sechs-Meter-Marke überschritten. Dies ist nicht nur eine andere Liga, sondern eine andere Galaxie.

Die Grenzen des Möglichen

Wo liegen die Grenzen für den 1,81 Meter großen Ausnahmeathleten? Rens Blom, ein ehemaliger Weltmeister im Stabhochsprung, der als Stabhersteller mit Biomechanikern zusammenarbeitet, äußerte sich dazu:

„Irgendwo zwischen 6,30 und 6,40 Metern ist wirklich Schluss, dann geht’s nicht mehr. Mehr kann der menschliche Körper mit den jetzigen Regeln und Bedingungen nicht leisten.“

Der Antrieb, Grenzen zu verschieben, bleibt jedoch bestehen. Duplantis selbst sagt: „Ich liebe die Herausforderung, das hört niemals auf. Es wird einfach immer schwieriger.“

Die Technik des Stabhochsprungs

Duplantis erklärt, dass der Stabhochsprung im Wesentlichen aus drei Disziplinen besteht: Sprint, Weitsprung und Turnen. Für den Anlauf benötigt er eine hohe Sprintgeschwindigkeit. Bei seinem Weltrekordsprung 2024 wurde er mit über 38 km/h gemessen. „Er ist unglaublich schnell“, betont Kühnke.

Die Komplexität des Sports wird besonders deutlich, wenn Duplantis in die Höhe schwebt: das präzise Einstechen des Stabs, das geschickte Aufrollen und das Winden über die Latte. Es ist eine Mischung aus Ästhetik und Akrobatik, die tausendfach trainiert und perfektioniert wurde.

Materialwissenschaft im Stabhochsprung

Ein entscheidender Faktor ist auch das Material des Stabs. Die etwa 1200 Euro teuren Carbon-Glasfaser-Gemische haben unterschiedliche Härtegrade und sind auf die Größe, das Gewicht und die Geschwindigkeit des Athleten abgestimmt, erklärt Blom. „Es gibt Stäbe, die zu schnell und zu viel Energie zurückgeben“, sagt er. „Der Stab will die Springer schon hochkatapultieren, aber die sind noch gar nicht kopfüber.“

Blom ist überzeugt, dass das Material, das Duplantis derzeit verwendet, ihm noch fünf bis sechs Zentimeter bringen kann. Für 6,40 Meter benötigt er jedoch optimale Bedingungen wie Wärme und Rückenwind – und der „X-Faktor Mondo“ wird ihm die letzten Zentimeter bringen.

Die Zukunft von Armand Duplantis

Die Frage bleibt, wohin es Duplantis noch treiben wird. Er hat sich sogar die Augen lasern lassen, um seine Leistung zu optimieren. „Ich liebe die Herausforderung, das hört niemals auf“, sagt er. „Es wird einfach immer schwieriger.“

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Bildquelle: Frankie Fouganthin via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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