Sinkender Rheinpegel in Köln – Auswirkungen auf die Schifffahrt
Die anhaltenden hohen Temperaturen führen dazu, dass der Wasserstand des Rheins in Köln unter die Marke von einem Meter sinkt. Dies hat bereits spürbare Konsequenzen für die Schifffahrt.
Die Trockenheit in der Region zeigt sich zunehmend am Rhein. Laut den Kölner Stadtentwässerungsbetrieben (StEB) wurde am Donnerstagmorgen ein Pegelstand von 90 Zentimetern gemessen. Prognosen deuten darauf hin, dass der Pegel bis Freitag um weitere knapp 20 Zentimeter fallen könnte. Im Durchschnitt liegt der Rheinpegel in Köln bei 2,97 Metern.
Der niedrigste jemals gemessene Wasserstand wurde am 23. Oktober 2018 registriert, als der Pegel auf 69 Zentimeter fiel. Das derzeitige Niedrigwasser hat bereits erste Einschränkungen für die Schifffahrt zur Folge.
Änderungen bei Bootsfahrten aufgrund des niedrigen Wasserstands
Wie das Online-Magazin „Kreuzfahrt Aktuelles“ berichtet, musste der Anbieter Phoenix Reisen am Samstag die Route seines Ausflugsschiffes MS Aurelia anpassen. Das Schiff, das in Köln gestartet war, sollte ursprünglich über den Mittelrhein nach Worms und Mainz fahren. Aufgrund des geringen Wasserstands war die Passage im Bereich von Kaub und Karlsruhe jedoch nicht möglich, weshalb das Boot über die Mosel umgeleitet wurde.
Die Situation könnte sich weiter verschärfen, falls der Niederschlag weiterhin ausbleibt. Dies könnte zu weiteren Einschränkungen für die Schifffahrt und Flusskreuzfahrten auf dem Rhein führen.
Trockenheit in Nordrhein-Westfalen – Auswirkungen auf die Wasserquellen
In Köln könnte sich die Lage ebenfalls zuspitzen. Laut Wettervorhersagen sind am Donnerstag zwar leichte Regenschauer möglich, jedoch wird erwartet, dass diese kaum eine nennenswerte Erleichterung bringen. Die Wetterbedingungen bleiben überwiegend trocken und heiß.
Bereits Ende Juni hatte sich ein Schiff in der Nähe der Kölner Altstadt im Rhein festgefahren, was möglicherweise mit dem niedrigen Wasserstand zusammenhängt. Die Wasserschutzpolizei hat festgestellt, dass der Rheinabschnitt zwischen Deutz und der Altstadt bei Niedrigwasser als besonders kritisch gilt. In diesem Bereich kommt es häufig zu Ablagerungen von Sand und Erde, was den Pegel dort stärker sinken lässt als in anderen Flussabschnitten.
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Quellen: t-online, tagesschau
Bildquelle: KI generiert