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Sechs Anpassungen, die Steffen Baumgart für den Saison-Endspurt vornehmen sollte

Union Berlin steht vor einer entscheidenden Phase der Saison. Trainer Steffen Baumgart muss dringend an der Offensive, der Defensive und der Spielweise arbeiten, um den Abstiegskampf zu vermeiden. Sechs Schlüsselbereiche erfordern seine Aufmerksamkeit, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Sechs Anpassungen, die Steffen Baumgart für den Saison-Endspurt vornehmen sollte
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Die 0:4-Niederlage gegen Bayern München war schmerzhaft für Union Berlin. Die bevorstehende Länderspielpause bietet die Gelegenheit, um wichtige strategische Überlegungen anzustellen. Nach dieser Phase beginnt für die Mannschaft die entscheidende Zeit der Saison, in der sie gegen Teams wie St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg antreten muss – alles Mannschaften, die in der Bundesliga-Tabelle hinter den Eisernen stehen. Um sicherzustellen, dass Union nicht in den Abstiegskampf verwickelt wird, ist es für Trainer Steffen Baumgart (54) unerlässlich, an mehreren Aspekten zu arbeiten.

1. Offensive Spielweise festigen

Der Offensivansatz von Union ist klar umrissen, lässt sich jedoch schnell zusammenfassen: defensiv stehen, den Ball erobern und zügig umschalten – häufig durch lange, hohe Bälle. Das Problem liegt darin, dass das Mittelfeld nicht schnell genug nachrückt. Die Stürmer sind oft isoliert. Kapitän Christopher Trimmel (39) äußerte:

„Es ist offensichtlich, dass es schwierig ist, in einem 5-4-1-System zu agieren. Wenn wir nicht schnell nachrücken, wird es extrem herausfordernd.“

Tim Skarke (29) fügte hinzu, dass die Spielweise von Union dazu führt, dass

„man vielleicht eine, höchstens zwei Chancen pro Spiel erhält.“

Die Statistiken sind alarmierend: nur 3,4 Torschüsse pro Spiel (Platz 16) und 37 Prozent Ballbesitz (Platz 18). Gegen direkte Konkurrenten reicht das nicht aus!

2. Torerfolge steigern

Die Stürmer erzielen zu wenige Tore: Ilyas Ansah (5 Tore), Oliver Burke (4 Tore), Andrej Ilic (1 Tor) und Tim Skarke (1 Tor) haben zusammen lediglich 11 Treffer erzielt. Insgesamt hat Union in dieser Saison 31 Tore erzielt, was bedeutet, dass Bayern-Star Harry Kane allein mehr Tore erzielt hat. Ein treffsicherer Stürmer wird dringend benötigt. Hoffnung kommt von dem offensiven Mittelfeldspieler Woo-Yeong Jeong (26), der in der Saison 2026 bereits dreimal getroffen hat – zuletzt als Matchwinner in Freiburg. Dennoch sitzt er oft nur auf der Bank und äußerte:

„Ich möchte nicht nur als Joker eingesetzt werden, sondern von Beginn an spielen.“

3. Konstanz finden

Union zeigt gegen starke Teams oft gute Leistungen, hat jedoch gegen direkte Konkurrenten Schwächen. Ein Beispiel dafür ist das überzeugende Spiel gegen Leverkusen (1:0), gefolgt von Niederlagen gegen Gladbach (0:1) und Bremen (1:4). Die Mannschaft schwankt stark. In der Saison 2026 gab es bislang nur zwei Siege in zwölf Spielen. Für einen sicheren Klassenerhalt sind stabile Leistungen erforderlich.

4. Linke Abwehrseite stabilisieren

Im Spiel gegen Bayern war die linke Abwehrseite ein Schwachpunkt. Derrick Köhn (27) und insbesondere Stanley Nsoki (26) zeigten sich unsicher. Nsoki hat in den letzten Wochen mehrere Fehler gemacht, beginnend mit dem verursachten Elfmeter in Gladbach. Eine positive Entwicklung könnte das Comeback von Diogo Leite (27) nach überstandener Oberschenkelverletzung sein, der nach der Länderspielpause zurückkehren könnte und die Defensive stabilisieren könnte.

5. Defensive verbessern

Nach den vier Gegentoren in München könnte auch das Torverhältnis zum Problem werden. Union steht bei -15, während viele direkte Konkurrenten besser dastehen. Der Abstand auf den 16. Platz beträgt nur noch sieben Punkte. Besonders bei der defensiven Grundausrichtung muss die Abwehr wieder stabiler werden.

6. Zurück zur Union-Identität

Baumgarts wichtigste Erkenntnis nach der Niederlage gegen Bayern lautet:

„Wenn wir nicht wie Union spielen, wird es schwierig.“

Das bedeutet, dass die Mannschaft kompakt stehen, aggressiv in die Zweikämpfe gehen und eine hohe Laufbereitschaft zeigen muss. Genau das hat in letzter Zeit gefehlt. Für den Endspurt ist klar: Union muss wieder zu seiner Identität zurückfinden.

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