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„So ein verrücktes Spiel habe ich selten erlebt“: Unions Fußballerinnen geben Sieg gegen Wolfsburg doch noch aus der Hand

Der 1. FC Union Berlin verpasst in einem spannenden Bundesliga-Duell gegen Wolfsburg den Sieg und muss sich mit einem 3:3-Unentschieden zufrieden geben. Trotz einer starken Leistung und einer zwischenzeitlichen Führung sorgen späte Fehler in der Defensive für die Enttäuschung.

„So ein verrücktes Spiel habe ich selten erlebt“: Unions Fußballerinnen geben Sieg gegen Wolfsburg doch noch aus der Hand
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Nach dem Schlusspfiff herrschte beim 1. FC Union Berlin eine gewisse Ratlosigkeit. Am Sonntagnachmittag hätten die Fußballerinnen aus Köpenick beinahe mit einer starken Vorstellung ein weiteres eindrucksvolles Zeichen in der Bundesliga gesetzt. Doch der VfL Wolfsburg durchkreuzte ihre Pläne in der Schlussphase.

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Union nutzte zunächst zwei gravierende Fehler der Defensive, die zuvor in der Champions League stark aufgetreten war, eiskalt aus. In der Nachspielzeit mussten sie jedoch den Ausgleich zum 3:3-Endstand hinnehmen.

„So ein verrücktes Spiel habe ich selten erlebt. Es ist ein bisschen ärgerlich, dass wir es am Ende nicht über die Zeit bringen, aber die Mannschaft hat sich aufgeopfert, und da bin ich stolz drauf“,

resümierte Unions Trainerin Ailien Poese.

Stabile Defensive und frühe Führung

Im Vergleich zum überzeugenden 4:1-Sieg gegen Werder Bremen am Montag nahm Poese keine Änderungen in der Startelf vor. Dies war in der laufenden Saison aufgrund zahlreicher Verletzungen kaum möglich gewesen. Die eingespielte Mannschaft zeigte sich auch gegen Wolfsburg stabil in der Defensive und ließ kaum Chancen zu. Die Gastgeberinnen übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel und ließen den Ball sicher durch ihre Reihen zirkulieren. Der erste Torschuss ließ jedoch fast eine halbe Stunde auf sich warten. Nach einem Fehlpass von Unions Torhüterin Nadine Böhi kombinierte Ella Peddemors mit Svenja Huth und schloss dann selbst ab. Ihr Versuch rutschte Böhi durch die Finger, ging jedoch knapp am Tor vorbei.

Kurz vor der Halbzeit sorgte Hannah Eurlings überraschend für die Führung der Köpenickerinnen. Innenverteidigerin Guro Bergsvand versuchte sich im eigenen Sechzehner im Dribbling, blieb jedoch an Sophie Weidauer hängen, die den Ball zu Eurlings blockte. Diese musste nur noch aus fünf Metern zum zweiten Mal in dieser Saison einschieben.

Wolfsburg gleicht kurz vor der Pause aus

Die Führung hielt jedoch nicht lange, denn Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte die deutsche Nationalspielerin Janina Minge mit einer sehenswerten Direktabnahme den Ausgleich. Eine Flanke von Joelle Wedemeyer wurde von Unions Amber Tysiak unzureichend geklärt, sodass Minge bereitstand und präzise in den Winkel abschloss.

Fehler in der Wolfsburger Defensive

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild: Wolfsburg dominierte das Spiel, während Union auf Konter lauerte. Nach einer Stunde profitierte das Team von Trainerin Poese erneut von einem Fehler in der Wolfsburger Defensive. Die eingewechselte Nele Bauereisen setzte Camilla Küver unter Druck, die einen Rückpass zu Stina Johannes spielte, den die Nationaltorhüterin nicht erreichen konnte. Der Ball rollte direkt ins Tor und brachte Union mit 2:1 in Führung.

Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Tanja Pawollek in Kombination mit Jenny Hipp für die vermeintliche Entscheidung. Pawolleks scharf auf den ersten Pfosten gezogene Ecke flog an nahezu allen vorbei und fand dank einer leichten Berührung von Hipp den Weg ins lange Eck (78.).

Spannung bis zur letzten Minute

Einige Minuten später konnte der VfL jedoch durch Küver den Anschlusstreffer erzielen. Nachdem Torhüterin Johannes für ein Foul an Bauereisen die Rote Karte erhielt, schien alles in Richtung eines Sieges für Union zu laufen. Judit Pujols verhinderte jedoch mit ihrem Treffer den Auswärtssieg für die Köpenickerinnen. Union Berlin nach Niederlage gegen Bayern: Nsoki steht im Fokus der Kritik

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