Nach dem Sieg gegen Bremen steht für die Frauen des 1. FC Union Berlin nun eine entscheidende Herausforderung in Wolfsburg an. Ausgerechnet beim ehemaligen Verein von Samantha Steuerwald hofft das Team auf Punkte.
Die 27-jährige Abwehrspielerin, die seit dieser Saison das Union-Wappen trägt, blickt auf eine spannende Zeit zurück. Am Montag feierten die Unionerinnen einen 4:1-Sieg (3:0) gegen Werder Bremen. Am Sonntag reisen die Köpenickerinnen nach Wolfsburg (16 Uhr, DAZN und MagentaSport), wo Steuerwald bereits für beide Klubs aktiv war.
Mit 15 Jahren wechselte die Hamburgerin in die Jugendabteilung des VfL Wolfsburg und gab vier Jahre später ihr Bundesliga-Debüt für Werder Bremen. Nach einem Wechsel zum SC Freiburg, wo sie fünf Jahre spielte, schloss sie sich im vergangenen Sommer dem Aufsteiger aus Berlin an.
Steuerwalds positive Entwicklung in Berlin
„Die letzten neun Monate waren für mich persönlich sehr, sehr gute Monate“, äußert Steuerwald am Donnerstag. Sie sieht den Wechsel von einem etablierten Bundesligisten wie Freiburg zu einem Neuling wie Union nicht als Rückschritt. Der Verein sei für sie etwas ganz Besonderes. Wer die Heimspiele besuche, spüre sofort die besondere Atmosphäre, so Steuerwald. Alle zwei Wochen dort zu spielen, sei etwas, wofür sie dankbar ist.
Steuerwald ist seit einem Dreivierteljahr in der Hauptstadt ansässig und hat in allen 21 Bundesliga-Spielen in der Startelf gestanden. Bis auf die Begegnung gegen Werder, in der sie in der 74. Minute ausgewechselt wurde, absolvierte sie die gesamte Spielzeit. Die Norddeutsche ist eine wichtige Stütze in der Innenverteidigung.
Ein zentraler Baustein für die Zukunft
Ihr Profil passt zur Strategie der Berliner, die ihren Kader zu Saisonbeginn gezielt verstärkt haben, um sich im Oberhaus des Frauenfußballs langfristig zu etablieren. Mit über 100 Bundesliga-Partien Erfahrung ist Steuerwald ein zentraler Bestandteil dieser Neuausrichtung.
„Das, was hier entsteht, kann ganz groß werden“, erklärt sie ihre Beweggründe, sich Union anzuschließen. Die Möglichkeit, den Frauenfußball in Berlin aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen, habe sie besonders gereizt. Die geplante Entwicklung des Vereins habe sie überzeugt.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Union Berlin die gesteckten Ziele erreichen kann. Besonders nach der letzten Niederlage gegen Bayern, bei der Nsoki im Fokus der Kritik steht.
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