Die Fußballerinnen von Union Berlin haben beim Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg ein spannendes 3:3 (1:1) erzielt. Die Tore für die Berlinerinnen erzielten Hannah Eurlings (43. Minute), Camilla Küver (62. Minute, Eigentor) und Jenny Hipp (78. Minute). Mit nun insgesamt 28 Punkten aus 22 Spielen belegen die Unionerinnen als bester Aufsteiger den achten Platz in der Tabelle.
Spielverlauf und Taktik
Trainerin Ailien Poese setzte gegen die formstarken Wolfsburgerinnen, die zuvor fünf Pflichtspiele in Folge gewonnen hatten, dieselbe Startelf ein wie beim 4:1-Heimsieg gegen Werder Bremen in der Vorwoche. Im Gegensatz zum letzten Spiel lag der Fokus in Wolfsburg jedoch von Beginn an auf der Defensivarbeit.
Bereits in der siebten Minute hatten die Gastgeberinnen eine große Möglichkeit zur Führung, doch Anny Kerim-Lindland vergab aus kurzer Distanz. Unions erste Chance ergab sich in der 25. Minute, als Eileen Campbell eine Flanke in aussichtsreicher Position nur knapp verpasste. Danach übernahmen erneut die Wolfsburgerinnen die Kontrolle über das Spiel.
Erste Tore und Wendepunkte
Das erste Tor erzielte jedoch Union. Nach einem leichten Ballverlust der Wolfsburgerinnen im eigenen Strafraum konnte Hannah Eurlings den Ball in der 43. Minute über die Linie drücken. Die Antwort der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten: Janina Minge erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem Traumtor aus dem Strafraum den Ausgleich (45. +1).
Wer dachte, Wolfsburg würde Union in der zweiten Halbzeit dominieren, wurde schnell eines Besseren belehrt. Auch wenn der Champions-League-Teilnehmer aus Niedersachsen meist die Spielkontrolle hatte, blieb es ein Duell auf Augenhöhe. In der 62. Minute konnte Union erneut in Führung gehen, diesmal durch ein Eigentor von Camilla Küver, die einen Rückpass ins eigene Tor beförderte. Union baute die Führung in der 78. Minute durch einen Kopfball von Jenny Hipp nach einer Ecke von Tanja Pawollek auf 3:1 aus.
Spannung bis zur letzten Minute
Doch der Vorsprung sollte nicht ausreichen. Wolfsburg setzte alles auf eine Karte und kam durch Küver sowie nach einer Ecke zum 2:3. In der fünften Minute der zehnminütigen Nachspielzeit erzielte Judit Pujols den Ausgleich zum 3:3. Dies war besonders bitter für Union, da Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes in der 87. Minute nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah.
Torwartwechsel und neue Herausforderungen
Die Rote Karte für Stina Johannes stellte die Wolfsburgerinnen vor ein weiteres Problem, da sie bereits alle Wechsel vollzogen hatten. Janina Minge, die als Kapitänin für die verletzte Alexandra Popp ins Tor musste, zeigte sich jedoch in der Schlussphase stabil. In dieser Zeit waren keine weiteren Paraden von der 26-Jährigen erforderlich, da die Berlinerinnen defensiv passiv wurden.
Leistungsträger und Statistiken
Tanja Pawollek hätte für ihre starke Leistung beinahe ein Tor erzielt, als sie eine Ecke direkt verwandelte. Nach eingehender Überprüfung wurde jedoch entschieden, dass Jenny Hipp den Ball noch berührt hatte. Dennoch hinterließ Pawollek einen starken Eindruck und trug mit ihrer Ballsicherheit zur Stabilität der Mannschaft bei.
- 33 Prozent Ballbesitz für Union zeigt, dass Wolfsburg meist die Kontrolle hatte.
- 17:11 Torschüsse aus Sicht des VfL verdeutlichen, dass das Spiel über weite Strecken ausgeglichen war.
- Union gewann 54 Prozent der Zweikämpfe und war in dieser Statistik überlegen.
Insgesamt war das Spiel ein spannendes Duell, das die Stärken beider Mannschaften aufzeigte und mit einem gerechten Unentschieden endete. Nach der Partie steht Nsoki im Fokus der Kritik.
- Union Berlin: Stürmerin Sophie Weidauer über Wertschätzung im Frauenfußball
- SBC-Handballer übernehmen nach Arbeitssieg die Tabellenführung
„`
Bildquelle: Shutterstock