Unions Geschäftsführerin setzt auf Geduld nach Saisonstart
Nach einem schwierigen Beginn in der Frauen-Bundesliga, der mit zwei Niederlagen einherging, appelliert Jennifer Zietz, die Geschäftsführerin von Union Berlin, an die Geduld der Fans. „Die Mannschaft muss auch noch zusammenwachsen. Die neuen Trainingsinhalte und die Ansprüche des Trainerteams stellen für viele Spielerinnen eine Herausforderung dar“, äußerte Zietz vor dem bevorstehenden Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Montagabend um 18 Uhr.
Die bisherigen Leistungen unter der neuen Trainerin Marie-Louise Eta seien gemischt. „Gegen München haben wir zu Hause einen sehr guten Auftritt hingelegt. Das Ergebnis war jedoch viel zu hoch. Mit dem Spiel in Freiburg waren wir vor allem in der Schlussphase unzufrieden“, erklärte Zietz. Union verlor gegen Bayern München mit 1:4 und unterlag in Freiburg mit 0:1.
Neuzugänge und Herausforderungen
In der letzten Phase der Transferperiode konnte das Team zwei neue Spielerinnen verpflichten: die 21-jährige Außenverteidigerin Judit Pujols vom VfL Wolfsburg und die 28-jährige Mittelfeldspielerin Lina Hausicke von Werder Bremen. Besonders die erfahrene Hausicke, die lange Zeit die Bremer Mannschaftskapitänin war, soll mit ihrer Führungspersönlichkeit einen wertvollen Beitrag leisten. „Von ihrer Führungspersönlichkeit passt sie perfekt zu uns“, betonte Zietz.
Trotz der soliden wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen bei Union gab es auch Rückschläge auf dem Transfermarkt. „Es gibt natürlich Spielerinnen, die in der Champions League spielen möchten. Da sind wir noch nicht dabei. Im nächsten Jahr steht die WM an, und einige befürchten, ohne die Champions League Nachteile bei der Nominierung zu haben“, sagte Zietz.
Marktentwicklung im Frauenfußball
Union-Präsident Dirk Zingler wies kürzlich darauf hin, dass die rasante Entwicklung im Frauenfußball und die Aktivitäten zahlreicher Top-Klubs dazu führen könnten, dass weltweit nicht genügend Top-Spielerinnen auf dem Markt verfügbar sind. Dies könnte die Ablösesummen und Gehälter erheblich in die Höhe treiben.
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Quellen: Tagesspiegel, Die Zeit, rbb24
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