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Gaspreisdeckel: Von der Leyen will Energiekosten für Verbraucher senken

Die steigenden Energiepreise belasten Verbraucher zunehmend. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen plant Maßnahmen, um die Kosten für Gas zu deckeln und Verbraucher zu entlasten.

Gaspreisdeckel: Von der Leyen will Energiekosten für Verbraucher senken
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Von der Leyen plant Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten

Die steigenden Energiepreise auf dem Weltmarkt haben die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu veranlasst, mögliche Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher zu prüfen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen, insbesondere der jüngsten Angriffe im Iran, die die Energiepreise weiter in die Höhe treiben, wird ein Gaspreisdeckel als eine der Optionen in Betracht gezogen. Die Ölpreise steigen weiter.

Am Donnerstag stiegen die Preise für europäisches Erdgas erheblich, nachdem es zu neuen Angriffen des Iran auf die Energiewirtschaft in der Region Persischer Golf gekommen war. An der Börse in Amsterdam kletterte der Preis für den maßgeblichen Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zu Handelsbeginn um etwa zehn Prozent auf 53,83 Euro pro Megawattstunde (MWh). Im späteren Handel fiel der Preis jedoch wieder auf 52,25 Euro.

Preisanstieg bei Erdgas und Öl

Der Anstieg der Erdgaspreise ist seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran vor fast zwei Wochen um rund 70 Prozent gestiegen. Dies stellt den stärksten Preisanstieg seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren dar. Die globalen Märkte für Öl und Gas sind durch den Konflikt im Nahen Osten stark betroffen, da der Transport von Flüssiggas durch die strategisch wichtige Straße von Hormus nahezu zum Stillstand gekommen ist.

Zusätzlich erreichte der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent die Marke von über 100 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Analysten der Dekabank kommentierten, dass die iranischen Angriffe auf Energieinfrastrukturen und Tanker im Oman, Irak und Bahrain zu weiteren Produktionsreduzierungen führten und die Sorgen um die Stabilität der Öl- und Gaslieferungen verstärkten. Trotz der wiederholten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über ein baldiges Ende des Konflikts gibt es weiterhin keine konkreten Anzeichen für eine Beendigung der Kämpfe. Welche Preise jetzt steigen.

EU prüft Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher

Ursula von der Leyen kündigte an, dass die EU die Möglichkeit einer Subventionierung oder Deckelung der Gaspreise in Betracht zieht, um die Energiekosten für die Verbraucher zu senken. Hierfür sollen alle vier Komponenten der Energierechnung überprüft werden: die reinen Energiekosten, Netzentgelte, Steuern und Abgaben sowie CO2-Kosten.

Von der Leyen wies darauf hin, dass die ersten zehn Tage des Iran-Kriegs die europäischen Steuerzahler aufgrund der Preissteigerungen bei importierten fossilen Brennstoffen bereits zusätzliche drei Milliarden Euro gekostet hätten. „Das ist der Preis unserer Abhängigkeit“, erklärte sie.

Auswirkungen auf die Endverbraucher

Laut der Bundesnetzagentur haben die aktuellen Preisanstiege bislang noch keine direkten Auswirkungen auf die Endverbraucherpreise. Ein Sprecher der Behörde erklärte, dass erst bei einer längeren Dauer des Konflikts im Iran die Preisentwicklungen auf den Weltmärkten auch in Deutschland spürbar werden könnten. Einige Energieanbieter bestätigten, dass sowohl Bestands- als auch Neukunden vorerst nicht mit Preiserhöhungen rechnen müssen. Die Heizölpreise fallen.

Die Situation bleibt angespannt, und die Verbraucher müssen sich auf mögliche Veränderungen in den kommenden Wochen einstellen, während die EU an Lösungen arbeitet, um die Auswirkungen der steigenden Energiepreise abzumildern.

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