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Iran-Krieg: Trotz Freigabe von Reserven – Ölpreise steigen weiter

Die Ölpreise steigen trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur weiter an. Die Unsicherheiten im Nahen Osten und die drohende Blockade der Straße von Hormus sorgen für anhaltende Sorgen auf dem Markt.

Iran-Krieg: Trotz Freigabe von Reserven – Ölpreise steigen weiter
Bildquelle: Zbynek Burival auf Unsplash

Ölpreise steigen weiter – trotz Freigabe von Reserven

Der Konflikt im Nahen Osten hat erhebliche Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt. Deutschland, die USA und andere Länder versuchen, mit einer Rekordfreigabe von Ölreserven gegenzusteuern, doch eine sofortige Entspannung der Situation bleibt aus.

Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) hat bislang keine Beruhigung an den Ölmärkten bewirken können. Die anhaltenden Sorgen über eine mögliche Blockade der Straße von Hormus halten die Preise auf einem hohen Niveau, was für Autofahrer in Deutschland und weltweit negative Folgen hat. Besonders die Heizölpreise sind betroffen.

Der Iran hat angedeutet, dass kein Tropfen Öl für die USA und ihre Verbündeten die strategisch wichtige Meerenge passieren wird. US-Präsident Donald Trump hingegen versucht, die Situation zu entschärfen, indem er erklärt, dass Öltanker die Straße von Hormus sicher durchfahren sollten. Berichte über verminte Gewässer im Iran glaubt er nicht.

Freigabe der Ölreserven zeigt keine Wirkung

Die Regierungen weltweit suchen nach Möglichkeiten, um die Ölproduktion zu steigern. Die IEA hat angekündigt, eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freizugeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt bringen, um die durch den Krieg angespannten Märkte zu stabilisieren.

Trotz dieser Maßnahmen steigen die Ölpreise weiter an. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen über 100 Dollar, was einem Anstieg von rund neun Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete einen ähnlichen Anstieg. Die Ölpreise haben in den letzten Tagen den höchsten Stand seit Sommer 2022 erreicht.

Lieferung könnte Monate in Anspruch nehmen

Die freigegebenen Reserven könnten theoretisch ausreichen, um eine Blockade der Straße von Hormus für einige Zeit zu überbrücken. Laut IEA passierten im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Millionen Barrel pro Tag die Meerenge. Die angekündigten 400 Millionen Barrel würden somit ausreichen, um einen Ausfall für 20 Tage auszugleichen.

Allerdings wird es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Öl tatsächlich ankommt. Die USA haben zugesagt, sich mit 172 Millionen Barrel zu beteiligen. Der Beginn der Auslieferung ist für die nächste Woche geplant, die vollständige Lieferung könnte jedoch bis zu 120 Tage in Anspruch nehmen.

Tankstellenpreise erreichen Rekordniveau

Die Auswirkungen des Krieges sind für Verbraucher weltweit spürbar. In Deutschland stieg der Durchschnittspreis für die gängigste Benzinsorte E10 diese Woche auf über zwei Euro pro Liter. Um die Preiserhöhungen zu begrenzen, plant die Bundesregierung, Tankstellen zu verbieten, die Preise mehr als einmal täglich zu erhöhen. Auch in den USA, einem der größten Ölproduzenten, sind die Tankstellenpreise auf dem höchsten Stand seit 2024. Besonders die Spritpreise sind ein heißes Thema.

Besonders stark betroffen ist Asien, wo vier von fünf Ölfässern, die die Straße von Hormus passieren, hingehen. Die steigenden Ölpreise haben bereits zu einem Rückgang an den Aktienmärkten in Asien geführt, insbesondere in Japan.

Maßnahmen in Asien zur Energieeinsparung

In Thailand wurden Beamte angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten, Reisen zu vermeiden und die Treppe anstelle des Aufzugs zu benutzen, um Energie zu sparen. Auf den Philippinen hat die Regierung eine Vier-Tage-Woche für Beamte eingeführt.

Für Trump könnten die steigenden Ölpreise auch innenpolitische Probleme mit sich bringen. Seine Bemühungen, die Reeder zur Durchfahrt der Straße von Hormus zu bewegen, haben bislang keine Wirkung gezeigt. Er hat bereits angekündigt, im Notfall die Schiffe mit der Marine zu eskortieren. Dennoch wird laut IEA nicht einmal ein Zehntel der normalerweise durch die Straße von Hormus transportierten Ölmenge befördert. Der Sprit-Schock treibt Autofahrer ins Ausland.

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