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Rheinmetall: Ansturm auf Flugabwehr-Geschütze

Die Nachfrage nach Flugabwehrsystemen von Rheinmetall steigt rasant, insbesondere durch den Iran-Krieg. Der Konzern bietet kostengünstige Lösungen zur Abwehr von Drohnen, die sich bereits im aktuellen Konflikt bewährt haben.

Rheinmetall: Ansturm auf Flugabwehr-Geschütze
dronepicr via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Düsseldorf – Die Nachfrage nach den Flugabwehrsystemen von Rheinmetall ist nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs enorm gestiegen. „Die Telefone standen am Wochenende nicht still, es besteht großes Interesse an unseren Systemen“, erklärte Konzernchef Armin Papperger. Der Grund für das gesteigerte Interesse liegt in der hohen Effektivität der Systeme gegen Drohnenschwärme sowie den vergleichsweise geringen Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Raketenabwehrsystemen.

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Bereits im aktuellen Konflikt haben die Systeme ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt: Über 100 iranische Drohnen wurden erfolgreich abgeschossen. Weitere Flugabwehrsysteme sind in Planung. Laut Papperger haben die Kunden erkannt, „wie effektiv und kostengünstig das ist“.

Hohe Kosten der Raketenabwehr

Der Iran setzt in großem Umfang unbemannte Flugkörper ein, um US-Stützpunkte sowie Israel und arabische Staaten anzugreifen. Die Kosten für die Abwehr dieser Angriffe sind enorm: In den ersten 72 Stunden des Konflikts feuerten die USA und ihre Verbündeten etwa 2000 Raketen und Lenkflugkörper ab, was Gesamtkosten von vier Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) zur Folge hatte.

Papergers Berechnung zeigt, dass jede dieser Abwehrraketen im Durchschnitt zwei Millionen Dollar kostet, während die iranischen Drohnen lediglich zwischen 20.000 und 50.000 Dollar kosten. „Das macht wirtschaftlich keinen Sinn“, betont er.

Kosteneffiziente Alternativen

Die Lösung aus Düsseldorf: Ein Schuss aus einem 30- oder 35-Millimeter-Geschütz kostet etwa 1000 Dollar. „Wenn wir die Drohnen mit drei, vier oder fünf Schüssen abwehren können, belaufen sich die Kosten auf 3000 bis 5000 Dollar – im Gegensatz zu einer, zwei oder drei Millionen Dollar für Raketen“, rechnet der Konzernchef vor.

Er warnt zudem: „Wenn viele Drohnen eingesetzt werden, werden wir nicht in der Lage sein, das mit Raketen zu bekämpfen, da kein Land der Welt über die finanziellen Mittel verfügt, um dies zu tun.“

Rheinmetall plant auch, von der steigenden Nachfrage nach Raketen zu profitieren und baut in Unterlüß (Niedersachsen) eine Fabrik für Raketenmotoren.

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Bildquelle: dronepicr via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

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