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So steht es um die Kinderstationen: Finanzielle Herausforderungen in NRW

Die Krankenhausgesellschaft NRW warnt vor möglichen Schließungen von Kinderstationen und Geburtshilfen aufgrund drohender Einnahmeverluste durch geplante Gesundheitsreformen. 75 Prozent der Kliniken kämpfen bereits mit finanziellen Schwierigkeiten.

So steht es um die Kinderstationen: Finanzielle Herausforderungen in NRW
KI-generiert

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) äußert besorgniserregende Prognosen zur Zukunft der Kinderkliniken im Bundesland. Die geplanten Reformen im Gesundheitswesen könnten gravierende Auswirkungen auf die Versorgung von Kindern und deren Familien haben.

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Finanzielle Herausforderungen für Kliniken

Ingo Morell, Präsident der KGNW, warnte, dass die Umsetzung der Reformen zu einem Verlust von bis zu acht Prozent der Einnahmen führen könnte. Aktuell sind bereits 75 Prozent der Kliniken in Nordrhein-Westfalen in finanziellen Schwierigkeiten. „Die Kliniken müssen jetzt genau schauen, was sich rechnet“, erklärte Morell in einem Interview.

Gefährdete Bereiche der Versorgung

Besonders betroffen von den finanziellen Einschnitten könnten Geburtshilfen und pädiatrische Abteilungen sein. Diese Bereiche sind oft defizitär und lassen sich schwer wirtschaftlich führen, da das Fallpauschalensystem auf eine hohe Anzahl von Behandlungen ausgelegt ist. Bisher konnten viele Kliniken die Geburtshilfe durch andere Einnahmen subventionieren, was mit den neuen Reformen nicht mehr möglich sein wird. Daher drohen Schließungen dieser wichtigen Abteilungen.

Appell an die Politik

Morell appellierte an die Bundesländer, die Reformen von Gesundheitsministerin Nina Warken im Bundesrat zu stoppen. „Wir erwarten von den Ländern, dass sie die dramatische Lage vieler Kliniken erkennen und notwendige Änderungen an der Reform durchsetzen“, so der KGNW-Präsident.

Langfristige Perspektiven

Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung ist angespannt. Für das kommende Jahr wird ein Defizit von über 15 Milliarden Euro prognostiziert, das bis 2030 auf rund 40 Milliarden Euro ansteigen könnte. Der Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Beitragssätze sieht daher massive Einschnitte sowie zusätzliche Kosten für die Versicherten vor.

Die KGNW, als größte Landes-Krankenhausgesellschaft in Deutschland, vertritt die Interessen von rund 320 bis 340 Krankenhäusern im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Situation erfordert dringende Maßnahmen, um die medizinische Versorgung von Kindern in Nordrhein-Westfalen zu sichern.


Quellen: n-tv

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