Nachrichten aus Deutschland, Europa und der Welt

Aktuelles Echo
Razzia bei der Deutschen Bank: Zehn ehemalige Manager im Visier von Steuerermittlern Razzia bei der Deutschen Bank: Zehn ehemalige Manager im Visier von Steuerermittlern Vor 19 Minuten Luke Mockridge und seine Frau begrüßen ihr erstes Kind Luke Mockridge und seine Frau begrüßen ihr erstes Kind Vor 31 Minuten Eurowings startet geheimes Ziel ab Köln/Bonn – Entdeckungstour nach Tiflis! Eurowings startet geheimes Ziel ab Köln/Bonn – Entdeckungstour nach Tiflis! Vor 31 Minuten Janine Breuer-Kolo präsentiert die Kölner Lichter 2026 live beim WDR Janine Breuer-Kolo präsentiert die Kölner Lichter 2026 live beim WDR Vor 33 Minuten Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 45 Minuten Polizei sucht Zeugen nach Schmuckraub in Bremen-Walle Polizei sucht Zeugen nach Schmuckraub in Bremen-Walle Vor 2 Stunden Udo Lindenberg sagt nächsten Gig aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden ab Udo Lindenberg sagt nächsten Gig aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden ab Vor 3 Stunden Motorradfahrer bei Unfall auf A 59 in Duisburg tödlich verunglückt Motorradfahrer bei Unfall auf A 59 in Duisburg tödlich verunglückt Vor 3 Stunden 77-jähriger Mann aus Frankfurt wird vermisst 77-jähriger Mann aus Frankfurt wird vermisst Vor 3 Stunden 89-jähriger Radfahrer nach Unfall verstorben 89-jähriger Radfahrer nach Unfall verstorben Vor 3 Stunden

Warum Außerirdische uns wahrscheinlich niemals besuchen werden

Eine Astrobiologin nennt drei überzeugende Gründe, warum Außerirdische zwar existieren könnten, aber vermutlich nie die Erde besuchen werden. Ihre Argumentation beleuchtet die enormen Distanzen im Universum und die damit verbundenen Herausforderungen.

Warum Außerirdische uns wahrscheinlich niemals besuchen werden
Bildquelle: Greg Rakozy auf Unsplash

Die Astrobiologin Carol Oliver äußert sich zu den Gründen, die gegen einen Besuch von Außerirdischen auf der Erde sprechen. Ihre Argumentation wird durch verschiedene wissenschaftliche Überlegungen untermauert und stellt die Vorstellung einer Begegnung mit fremden Zivilisationen in Frage.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Die Dimensionen des Universums

Ein zentraler Punkt, den Oliver anführt, ist die überwältigende Größe des Weltraums.

„Der Weltraum ist einfach unfassbar groß – jenseits unserer Vorstellungskraft“,

schreibt die Expertin. Der sonnennächste Stern, Proxima Centauri, liegt etwa 40 Billionen Kilometer entfernt, was rund 4,3 Lichtjahren entspricht. Selbst das aktuell schnellste Raumfahrzeug, die Parker Solar Probe, erreicht lediglich etwa 191 Kilometer pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit entspricht nur 0,064 Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Oliver bemerkt, dass eine Reise zu Proxima Centauri in diesem Tempo etwa 6650 Jahre in Anspruch nehmen würde. Für interstellare Reisen wären Geschwindigkeiten erforderlich, die nahe der Lichtgeschwindigkeit liegen.

Die Problematik der Zeitdilatation

Sollte es möglich sein, mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen, entstünde ein weiteres Problem: die Zeitdilatation.

„Zeit und Bewegung hängen zusammen“,

erklärt Oliver. Dies bedeutet, dass Reisende, die sich extrem schnell durch den Raum bewegen, die Zeit anders erleben als die Menschen auf der Erde. Ein Beispiel hierfür ist der NASA-Astronaut Scott Kelly, der nach einem Jahr auf der Internationalen Raumstation minimal jünger war als sein Zwillingsbruder auf der Erde. Für hypothetische Außerirdische, die mit annähernder Lichtgeschwindigkeit reisen, könnte dies bedeuten, dass sie in eine Zukunft zurückkehren, die um Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte weiter fortgeschritten ist.

Der enorme Energieaufwand für interstellare Reisen

Ein weiterer Grund, den Oliver anführt, ist der immense Energieaufwand für interstellare Reisen.

„Die Masse des Raumschiffs steigt mit der Geschwindigkeit, sodass immer mehr Energie benötigt wird, um es zu beschleunigen“,

erklärt die Wissenschaftlerin. Bei Erreichen der Lichtgeschwindigkeit würde das Raumschiff eine unendliche Masse erreichen, was eine unendliche Energiemenge erfordern würde. Oliver fragt sich, warum eine hochentwickelte Zivilisation die enorme Energie aufbringen sollte, um zur Erde zu reisen.

„Alles, was wir besitzen, könnte eine solche Zivilisation auf ihrem eigenen Planeten herstellen“,

so Oliver.

Die Schwierigkeit der biologischen Bedingungen auf der Erde

Oliver weist außerdem auf einen dritten Punkt hin: die Erde ist biologisch kein neutraler Ort.

„Die Atmosphäre, die für uns lebensfreundlich ist, könnte für fremde Lebewesen als äußerst unangenehm empfunden werden“,

sagt sie. Sauerstoff, der für Menschen unverzichtbar ist, könnte für Außerirdische als hochreaktiv und korrosiv gelten.

Die Möglichkeit außerirdischen Lebens

Trotz dieser Argumente schließt Oliver die Existenz von Außerirdischen nicht aus. Sie betont, dass es in der Astronomie viele Hinweise darauf gibt, dass Leben anderswo im Universum möglich sein könnte. Bislang sind über 6200 Exoplaneten in mehr als 4700 Planetensystemen identifiziert worden. Die NASA geht davon aus, dass die meisten Sterne mindestens einen Planeten besitzen. Allein in der Milchstraße existieren mehr als 100 Milliarden Sterne, was die Zahl potenziell lebensfreundlicher Welten enorm macht.

Die Suche nach intelligentem Leben

In unserem eigenen Sonnensystem gibt es Kandidaten, auf denen mikrobielle Lebensformen existieren könnten, wie etwa Mars, Europa oder Enceladus. Seit 1960 wird systematisch nach Signalen intelligenter Zivilisationen geforscht, unter anderem durch das SETI-Institut oder das Projekt Breakthrough Listen. Bisher wurden jedoch keine Beweise für intelligentes Leben gefunden. Oliver sieht dies als wenig überraschend, da die Menschheit erst seit etwa 100 Jahren aktiv nach intelligentem Leben sucht, während das Universum bereits 13,8 Milliarden Jahre alt ist.

Das Fermi-Paradoxon

Das Fermi-Paradoxon beschreibt den Widerspruch zwischen der hohen Wahrscheinlichkeit für die Existenz außerirdischen Lebens und dem Fehlen von Beweisen oder Kontakt bis heute. Astronomen und Astrobiologen diskutieren zahlreiche mögliche Erklärungen: Vielleicht ist intelligentes Leben selten, möglicherweise kurzlebig oder technisch nicht in der Lage, interstellare Reisen zu unternehmen. Ein bekanntes Zitat aus einem Aufsatz im Fachjournal „Nature“ von 1959 bleibt relevant:

„Wenn wir nicht suchen, sinkt die Chance auf Erfolg auf null.“


Quellen: n-tv

Bildquelle: Bildquelle: Greg Rakozy auf Unsplash

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.